Volkshochschule bietet neues Foto-Forum an und die Roten Schuhe sind dabei

Das Seminar:

Kreative Fotografie – Intensivworkshop am 20. April und 4. Mai

Seit Einführung der Digitalfotografie fallen weder Film- noch Entwicklungskosten an und wir fotografieren Mengen an Bildern. Gleichzeitig stehen die, die mit ihren Kameras Bilder machen oder bestimmte Momente festhalten wollen, auf der Stelle und machen stets die gleichen Bilder. Wege, aus der Kreativitätsstarre auszubrechen und sich zu kreativer Fotografie hin zu bewegen wird dieser Wochenend-Workshop offenbaren. An zwei Freitagabenden und Samstagen geht es darum, die Umwelt wieder mit neuen Augen zu betrachten und Fotos zu machen, die anders sind als die vielen Bilder, die gleich wieder verschwinden. Bildkomposition, fototechnische Fragen und Ideen der Präsentation bis hin zur Konzeption einer Internetseite mit den eigenen Bildern oder einer Ausstellung reicht das Angebot dieses Seminares.

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Der Hintergrund:

Die Volkshochschule Friedrichshafen richtet ab dem laufenden Semester ein Foto-Forum ein, das nicht nur dauerhafte Ausstellungsfläche im Gebäude – gedacht auch als Schaufenster zum Charlottenhof – sondern auch neue Veranstaltungen zur Fotografie anbieten will. Erstes sichtbares Zeichen ist die Bildergalerie, die auf der VHS-Internetseite aufgebaut wird.

Neben den Foto-Seminaren der Volkshochschule (VHS) werden weitere Angebote ins Programm aufgenommen, die dann von den Dozenten Christoph Frisch, Fachbereichsleiter Kultur & Gestalten, Axel Kottal, Fotograf, Thomas Pfleiderer, Fotokünstler und -trainer, Christian Steiauf, Multimedia-Designer und Fotokünstler, sowie Sophie Thouvenin, Fotografin, und Ralf Schäfer, Journalist und Fotokünstler, mit Leben gefüllt werden.

„Ein Schwerpunkt soll auch auf der Aufarbeitung der Fotogeschichte liegen. Wir wollen uns über Fotografen unterhalten, uns mit ihrem Werk auseinandersetzen und wenn möglich mit ihnen persönlich sprechen“, sagt Christoph Frisch, der den Anstoß zu diesem Foto-Forum gegeben hat. Sein Anliegen ist, das Programm durch stete Veränderungen attraktiver zu machen und neue Angebote aufzunehmen. In mehreren Treffen haben Frisch und die anderen Dozenten das Konzept für das Foto-Forum formuliert und die ersten Schritte geplant. So sollen regelmäßige Gesprächsabende stattfinden, bei denen sich Interessierte über Fotografie austauschen.

Referate, Vorträge und Ausstellungen sollen die Akteure der Fotografie bekannt machen und zur Debatte stellen. Aus den Seminaren sind ebenfalls Ausstellungen geplant. „Mitunter entstehen in den Kursen sehr gute Arbeiten, die es wert sind, gezeigt zu werden“, sagt Ralf Schäfer, dessen nächstes Seminar sich mit dem Thema Präsentation der eigenen Bilder befasst.

Auch Christian Steiauf sieht seine Arbeiten und die, mit denen er noch im April einen VHS-Kursus anbietet, als bestens geeignet, „sie an die Wand zu bringen“. Die Wirkung der gedruckten Handy-Fotos erschließt sich vollständig, wenn davon viele nebeneinander präsentiert werden. „Zahlreiche Teilnehmer haben gute Ideen und brauchen nur kleine Hinweise, das Bild ein wenig zu verändern“, sagt Axel Kottal, der neben den Ausstellungen auch die sogenannten Foto-Walks – Spaziergänge mit der Kamera – favorisiert. Da geht es nicht darum, dass alle das Gleiche fotografieren, sondern dass man sich Tipps und Hinweise gleich vor dem Motiv geben kann. Pro Semester sind mehrere dieser Foto-Walks geplant.

VHS baut ein Studio auf

Neue Möglichkeiten wird es in den Fotokursen auch durch die Anschaffung von Studio-Equipment geben. Nicht nur Thomas Pfleiderer freut sich auf die Arbeit mit den richtigen Beleuchtungsmitteln und Hintergründen. Da ist so ziemlich alles von der Produktfotografie bis hin zu Portrait, Akt oder experimentellen Arbeiten möglich. Thomas Pfleiderer bereitet zurzeit ein Seminar vor, in dem es einerseits um Bodypainting geht, in dem andererseits die Bodypainter bei der Arbeit fotografiert werden sollen.

Die abstrakte Fotografie ist ein weiteres neues Thema, das Christoph Frisch bei der VHS etablieren möchte. Dabei soll es um die kunstgeschichtliche Einordnung, aber auch immer um die praktische Arbeit gehen. Wie die Angebote konkret aussehen werden, ist in den kommenden Programmen der Volkshochschule zu sehen. Kurzfristige Aktionen und die Gesprächsabende werden gesondert angekündigt.

(erschienen in Schwäbische Zeitung Friedrichshafen)

 

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